Poesie

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Manchmal, da kommst du dir fremd vor.
Ganz anders, fast unsichtbar.
Verloren in dir selbst.
Du wisperst und flüsters und schreist.
Doch verstehst selbst nicht, was du da sagst.
Fast so, als ob du es nicht wagst.
Nicht verstehen willst,
was aus jeder deiner Poren dringt.
Verzweiflung, Hoffnung, das Leben.
Du willst es nicht wissen.
So tun, als existiere es nicht.
Als würde es dir nicht die Luft zum Atmen rauben.
Du weißt es und schreist es.
Innerlich.
Das nicht das Vergangene es ist, was dich umringt.
Dich klein hält.
Dich verbrennen lässt, immer wieder aufs Neue.
Du weißt, dass du es selbst bist.
Weil du zu feige bist, dir einzugestehen,
dass du es kannst.
Dem Leben entgegen treten und jeden Tag aufs Neue
überleben.
Dass du es nicht nur überleben wirst.
Sondern das Leben auch lieben kannst.
So wie dich selbst.
Jeden Tag aufs Neue.
Irgendwann wird es dir keine Angst mehr machen.
Du weißt, dass es schon sehr bald sein kann.
Dann, wenn du loslässt.
Alles, was vorher war.
Jeden Gedanken.
Alles.
© N. H.

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