Poesie

Gedankenapokalypse.

Winterapokalypse meiner Gedanken.
Lässt erstarren, was nicht gut ist.
Alle negativen Gedanken gehen auf die Barrikaden,
möchten erhört werden,
doch der Winter dieses Jahr ist sehr kalt.
Friert sie ein, und lässt sie glänzen, so schön,
kleine Schneeflocken zieren sie,
wie ein sanftes, weißes Kleid
sind sie eingemummelt,
weich und kalt gebettet. 
Liebevoll betrachte ich sie,
wie schön sie sind.
Geboren durch mich,
hinausgetragen durch mich.
In meine Welt.
Doch als diese stockte, ganz still stand.
Ich nur noch meinen Atem spürte,
und diese endlose Liebe in meinem Herzen.
Spürte ich, dass es Zeit ist, dem ein Ende zu bereiten.
So frierte ich sie ein, ließ sie nicht zu Wort kommen.
Unterbrach sie schon bei der ersten Silbe.
Ganz langsam erstarrten sie, bis sie brachen.
Winterapokalypse meiner Gedanken,
verspricht neues Leben.
Leuchtend hell.
© Nelli H. 

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Alltagsgedanken, Poesie

Fremdgesteuert.

Es vibriert, es klingelt – bei manchen lauter, bei manchen ganz dezent und doch störend. Jede Aktivität wird begleitet von diesem Takt, diesem Nachrichtentakt. Ja, nicht nur begleitet, jede Aktivität wird gerne auch dafür unterbrochen, egal in welchem Flow man gerade war. Jeder ist süchtig, giert nach diesem Geräusch und auch wenn es mal nicht ertönt, nimmt man es trotzdem in die Hand und schaut Mal eben nach, es könnte ja sein, dass man es nur nicht gehört hat. Um keinen Preis möchte man etwas verpassen, als würde die Nachricht weglaufen, wenn man sie nicht sofort zur Kenntnis nimmt, am besten auch direkt antworten, sich bloß keine Zeit nehmen, um überhaupt erst mal darüber nachgedacht zu haben. Jeder starrt nur noch auf diesen Bildschirm, anstatt in Gesichter.

© Nelli H.

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