Poesie

Wachse über deine Ängste hinaus.

 

Meine Ängste umarmen mich sanft, wiegen mich, halten mich fest
– zu fest.
(Nelli H.)

Manchmal gibt es Zeiten, da haben sie dich fest im Griff, ziehen dich hinein, in einen Strudel voller Negativgedanken, du findest dich in einer Dauerschleife wieder, in der du dir selbst sagst, wie wertlos du bist, wie unfähig du bist, dass du das niemals schaffen wirst, weil du nicht gut genug bist.
Nun frage dich selbst, was genau ist es, welche Erfahrungen, welche Situationen, welche Worte von anderen Menschen waren es, die dich so nachhaltig negativ geprägt haben, dass du dich HIER UND JETZT in dieser Situation befindest?
Eine Situation, in der du dich schlichtweg selbst bemitleidest, dir selbst und deinem Potenzial im Weg stehst.
Seien wir mal ehrlich, jeder von uns hat einen Haufen von Negativerfahrungen machen dürfen, doch sind es nicht genau diese Erfahrungen, die uns erst zeigen, wie stark wir sind?
Also lass‘ dich nicht von deinen Ängsten limitieren, beleuchte sie, reflektiere, was genau dich hier blockiert und wieso. Wovor hast du eigentlich Angst, was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du dich gegen die Angst und für dich selbst entscheidest?

Du wirst sehen, nichts ist so einengend, als sich der Angst voll und ganz hinzugeben.
Folge deinem Herzen, deinem Weg, deiner Leidenschaft, deiner Passion.
Niemand außer dir Selbst kann dir Steine in den Weg legen. Es ist nicht deine Angst, die dich hindert, du selbst erschaffst diese Ängste, indem du sie immer wieder befeuerst, anstatt sie zu entkräften.
Also trau‘ dich, steh‘ für dich und deine Träume ein, du wirst sehen, wie viel bunter dein Leben werden wird, wenn du dich nicht davor versteckst.
Deine Angst ist nicht dein Feind, sondern zeigt dir lediglich auf, in welchen Bereichen du noch wachsen kannst.
Und glaub‘ mir, du kannst noch so hoch über dich selbst und deine Ängste hinauswachsen, trau‘ dich, mach den ersten Schritt und der Weg wird sich auftun.

Ich glaub‘ an dich, du auch?

 


© Nelli H. 

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Poesie

Die Farben deiner Seele.

Das Geräusch deines Atmens erfüllt den Raum, schwerfällig ignoriere ich diese Musik des Lebens, die mich von meinen Gedanken ablenkt, von dem, was ich gerade noch tun wollte und partout vergaß, als ich den Fokus auf diese Geräuschkulisse lenkte.
„Das Leben ist ein Minenfeld“, sagtest du einst zu mir, mit einem Schulterzucken tat ich diese Aussage ab, denn was genau soll das sein: ein Minenfeld des Lebens. Diese Vorstellung ist düster, negativ, tödlich. Irgendwann verstand ich allerdings, dass genau das das Leben für dich war, ein düsterer und gefährlicher Ort, jeder Schritt, jede Tat, jeder Gedanke lähmt dich, bereitete dir Angst, du könntest dein Leben durch eine Mine verlieren. Diese Angst war es, die dich dein ganzes Leben nicht leben ließ.
Deine aktive, fröhliche, neugierige, lebensgierige Seele tötetest du selbst. Genauer gesagt, warst du es nicht selbst, zumindest nicht bewusst, doch hast du alles aufgesaugt, für bare Münze genommen, alles, was dir jemals widerfahren ist, alles, was dir jemals Negatives gesagt wurde. Du hast es aufgesaugt, verinnerlicht, solange, bis kein Platz mehr für Positives war.
In deinem lebendigen Körper, der herausgefordert werden wollte, steckte also eine Seele, die sich selbst aufgegeben hatte, in ihrer Komfortzone verweilte, jahrelang.
Doch dann kam der Augenblick, an dem du dich wieder selbst gesehen hast, dich in deiner ganzen, wahren Größe wahrgenommen hast. Du streicheltest deine Seele täglich und badetest in den schönsten Farben des Lebens, bis du selbst fähig warst, sie wiederzugeben.

© Nelli H.

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An eine Freundin.

Als ich damals in deine Augen schaute, sah ich das blühende Leben.
Deine Träumen nahmen Farbe an, Struktur.
Du warst voller positiver Energie, hast anderen geholfen, sie gepusht, ihre Talente auszuleben, auszubauen.

Dann kam die Krankheit.
Du warst nicht mehr du.
Deine Träume verloren ihre Farbe, verloren die Struktur.
Du warst ein Schatten deiner Selbst.
So wie du dich selbst verloren hast, habe auch ich dich verloren.

So sehr wünsche ich, bete schon fast, dass du noch auf dieser Erde weilst, die Krankheit besiegt hast und immer mehr wieder zu dir selbst zurückfindest.
Du bist ein so wundervoller Mensch, voller Liebe und Licht.
Die Welt wäre dunkler ohne DICH.

© Nelli H.

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Poesie
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Poesie

Light//Love//Strength

Vibrationen des Herzens
lassen verblassen was war.
Was dein Verstand einst gebar,
was geschah.
Erloschen ist alles,
was dir nicht nützt,
dich nicht stützt,
dir keinen Dienst erweist.
Das Negative folgt dem Fluss des Lebens,
aber nicht mehr deinem.
Versteinert ist das Nicht-Lichtbringende,
verschlossen hinter gefluteten Fenstern.
Fenster deiner Seele,
du kannst hinausschauen,
offenen Seins,
du bist eins.
Mit der Energie der Welt,
die den Takt deiner hat.
Verbunden mit der Natur
schöpfst du Kraft
und bist stark verwurzelt,
jeder Gedanke, der purzelt,
ist voller Glanz, voller Reinheit, voller Licht,
vollkommen sein,
wie geht das nur?
Fragst du dich,
wohl wissend,
dass du es bist.
Dein Licht strömt hinaus
und flutet Wiesen,
die Liebe blüht
in dir
und um dich herum.
Jeden Tag kommen Knospen hinzu.

© Nelli H.

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Poesie

Wandern.

Fragst du dich manchmal,
wie und wer du geworden bist?
Geh‘ in dich und sei ehrlich,
ich weiß, der Weg ist beschwerlich,
manchmal gefährlich.
Doch du bist es dir schuldig,
also sei geduldig
                           – mit dir selbst.
Frag dich, ob du dir gefällst.
Deine Wärme, dein Licht, umgibt deinen Körper,
das kann ich sehen,
doch du brennst nicht,
genau das kann ich verstehen.
Sei ehrlich zu dir und frag dich,
ob du deine Seele nährst, das, was du liebst,
ob du dir alles vergibst,
was du dir selbst vorwirfst.
Sei ehrlich mit dir,
war deine Angst manchmal größer als dein Mut?
Oder gar die Starrheit oder die Wut?
Bist du den sicheren Weg gegangen,
anstatt es zu wagen, die Wahrheit zu sagen?
Dass du nicht den Weg wählen möchtest,
wie alle anderen.
Deine Seele möchte wandern.

© Nelli H. 

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Poesie

Jeder Moment, ein Lebensstück.

Alles ist routiniert,
exakt gleich platziert,
das Leben, kein Abenteuer,
es fehlt so oft das Seelen-Feuer.
Wo ist der Drang nach dem Gefühl des Elektrisiertseins?
Dieses maschinenartige Agieren ist nicht meins.
Jeder Moment ist einzigartig und kommt nie mehr zurück.
Jeder Moment, ein Lebensstück.
Ja, seid ihr denn völlig verrückt,
so zu leben, als sei alles selbstverständlich.
Als würdet ihr oder diese Welt ewig existieren.
So atme bewusst diese Schönheit ein,
lasst uns ein Ganzes sein.
Ein friedvolles Miteinander und mit der Natur,
von Hass, Neid und Zerstörung keine Spur.
Wie schön wäre das?
Vollkommene Utopie?

© Nelli H. 

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