Poesie

Follow your Light.

Reise an einen Ort in deinem Innern, an dem du nicht sein möchtest. Natürlich fragst du dich jetzt, wieso du das tun solltest.
Ganz einfach: Um dich Selbst zu heilen. Um wieder in deiner wahren Kraft strahlen zu können, denn manchmal muss man sich in die Dunkelheit begeben, um das Licht im eigenen Leben wieder sehen zu können. Du wirst verstehen, dass du unfassbar stolz auf dich sein kannst. Auf das, was du schon alles gemeistert hast, obwohl du zu Anfang vielleicht dachtest, dass du es nicht schaffen wirst.
Begib‘ dich in die Stille, höre in dich hinein, tauche ein, in dich selbst, dein Leben, deine Erinnerungen. Lerne dich neu kennen.
Wenn du auf Mauern stößt, ist es an dir, diese Blockaden und Ängste zu lösen. Es wird seine Zeit dauern und manchmal schmerzhaft sein, doch du bist unfassbar stark! Wenn du eins nach dem anderen, ganz sachte, in deinem eigenen Tempo abschälst, Frieden mit den schmerzhaften Erinnerungen schließt, die du erleben durftest, wirst du erkennen, dass dein Herz noch immer strahlt.
Aus jeder noch so dunklen Erfahrung hast du etwas mitnehmen dürfen, das dich hat wachsen lassen. Alles, was du erlebt hast, hat dich zu der Person werden lassen, die du heute bist.
Erinner‘ dich wieder daran, wie stark, kraftvoll und voller Liebe du bist.
Feier‘ dich und dein Licht.

© Nelli H.

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Poesie
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Die Farben deiner Seele.

Das Geräusch deines Atems erfüllt den Raum, schwerfällig ignoriere ich diese Musik des Lebens, die mich von meinen Gedanken ablenkt, von dem, was ich gerade noch tun wollte und partout vergaß, als ich den Fokus auf diese Geräuschkulisse lenkte.
„Das Leben ist ein Minenfeld“, sagtest du einst zu mir, mit einem Schulterzucken tat ich diese Aussage ab, denn was genau soll das sein: ein Minenfeld des Lebens. Diese Vorstellung ist düster, negativ, tödlich. Irgendwann verstand ich allerdings, dass genau das das Leben für dich war, ein düsterer und gefährlicher Ort, jeder Schritt, jede Tat, jeder Gedanke lähmt dich, bereitete dir Angst, du könntest dein Leben durch eine Mine verlieren. Diese Angst war es, die dich dein ganzes Leben nicht leben ließ.
Deine aktive, fröhliche, neugierige, lebensgierige Seele tötetest du selbst. Genauer gesagt, warst du es nicht selbst, zumindest nicht bewusst, doch hast du alles aufgesaugt, für bare Münze genommen, alles, was dir jemals widerfahren ist, alles, was dir jemals Negatives gesagt wurde. Du hast es aufgesaugt, verinnerlicht, solange, bis kein Platz mehr für Positives war.
In deinem lebendigen Körper, der herausgefordert werden wollte, steckte also eine Seele, die sich selbst aufgegeben hatte, in ihrer Komfortzone verweilte, jahrelang.
Doch dann kam der Augenblick, an dem du dich wieder selbst gesehen hast, dich in deiner ganzen, wahren Größe wahrgenommen hast. Du streicheltest deine Seele täglich und badetest in den schönsten Farben des Lebens, bis du selbst fähig warst, sie wiederzugeben.

© Nelli H.

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Poesie

Wandern.

Fragst du dich manchmal,
wie und wer du geworden bist?
Geh‘ in dich und sei ehrlich,
ich weiß, der Weg ist beschwerlich,
manchmal gefährlich.
Doch du bist es dir schuldig,
also sei geduldig
                           – mit dir selbst.
Frag dich, ob du dir gefällst.
Deine Wärme, dein Licht, umgibt deinen Körper,
das kann ich sehen,
doch du brennst nicht,
genau das kann ich verstehen.
Sei ehrlich zu dir und frag dich,
ob du deine Seele nährst, das, was du liebst,
ob du dir alles vergibst,
was du dir selbst vorwirfst.
Sei ehrlich mit dir,
war deine Angst manchmal größer als dein Mut?
Oder gar die Starrheit oder die Wut?
Bist du den sicheren Weg gegangen,
anstatt es zu wagen, die Wahrheit zu sagen?
Dass du nicht den Weg wählen möchtest,
wie alle anderen.
Deine Seele möchte wandern.

© Nelli H. 

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Poesie

Lass los, was dir nicht mehr dient.

Der Geschmack deiner Worte ist bitter, schlängelt sich an meinen Synapsen entlang, dringen bis ins Innerste und nisten sich ein. Eingeschlossen in einer Black Box, schiebe ich sie in die hinterste Ecke meines Bewusstseins. Möchte nicht fühlen, was du auslöst, möchte nicht betrachten müssen, wie du die Welt und die Menschen, die darin leben, siehst.
Deine Sichtweise ist so dunkel, wie eine sternlose Nacht. Jede Sekunde zwar gerne mit dir verbracht, merkte ich schnell, dass du toxisch bist. Nicht nur für deine Außenwelt, sondern auch für dich selbst. Dein verletztes inneres Kind kann es nicht ertragen, die Ausgelassenheit anderer Menschen zu sehen oder gar zu spüren, wie glücklich man sein kann, wenn man gehen lässt, was einem nicht mehr gut tut.
Gerne würde ich dir begreiflich machen, dass das Leben nicht schwer sein muss, dass du selbst ausgelassen sein kannst, dass du das Leben viel intensiver erleben kannst, als du es tust. Dass es in jede deiner Poren sickern kann, dieses Gefühl der Freiheit, denn du bist Freiheit, du bist Liebe, du bist Licht für diese Welt. Doch bevor du das erkennen kannst, musst du dein Schneckenhaus verlassen.
Deine dunklen Erinnerungen verblassen lassen, dich nicht täglich in ihnen suhlen. Sonderlich lediglich aus ihnen lernen und erkennen, zu welch‘ starker Persönlichkeit sie dich haben werden lassen.

© Nelli H.

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