Poesie

Hallo ihr Lieben!

Anbei findet Ihr einen neuen Text von mir.
Hoffe, er inspiriert Euch dazu, jeden Moment noch intensiver wahrzunehmen.

Fühlt Eure Emotionen und lasst raus, was Euch beschäftigt.

Ihr seid großartig!
Vielen, lieben Dank an jeden von Euch, der sich die Zeit nimmt, auf meinem Blog zu stöbern!

Liebe Grüße,
Eure Nelli

PS: Falls Ihr auf Instagram unterwegs, schaut gerne vorbei, wenn Ihr mögt: poetess_
oder auch auf Facebook: Fortlaufend

Habt ein wunderbares Wochenende!

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Poesie

Das große Nichts.

Sie schreit dir ins Gesicht.
Lässt ihre sanften, weichen Finger über deine Wangen streifen.
Lässt ihre Narben sichtbar werden,
die noch immer brennen.
Hoch lodern, so hoch, wie deine Angst.
Die hinter jeder Ecke deiner Gedanken lauert.
Auf dich wartet.
Sich auf dich werfen will,
um dich zu schützen,
vor dem,
was du nicht willst.
Dem Morgen.
Wartend
Lauernd

Schwer, die Gedanken zu ordnen.
Wenn man die Reihenfolge nicht kennt.
Die Reihenfolge, der Ereignisse,
derer wegen alles ins Wanken geriet.
Schwankend, bis heute noch,
reagieren deine Worte
auf das große Nichts,
das in dir brennt.

© Nelli H. 

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Poesie

Gedankenurlaub.

Gedanken, eingebettet in wolligem Geflecht.
Ruhen aus,
von diesem Weltenlärm.
Von dieser furchtbaren Zornesausbreitung.

Diese Unentschlossenheit mancher.
Lässt mich unruhig atmen,
lässt mich wellig werden.
Gedankenzerschmelzung.
Gedankenverlust.
Gehirnstopp.
Ganz sacht.
Zurückschieben,
den Gedankenstrom.

Umschlungen von beruhigendem poetischen Schwall,
nicke ich dieser Ruhe zu.
Sie wiegt mich ganz leise hin und her.
Bettet mich weich in dieser Stille.
Einzig der Wind umhüllt das Schweigen
mit einer sanften Symphonie.
Legt mich nieder, auf die Meeresmatratze.

Sie schwankt.
Ich falle.
Lande auf hartem Beton.
Autolärm.
Menschenhetze.
Arbeitsstress.
Sturmwarnung.

© Nelli Halter.

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Poesie

Blutrotes Pergament.

© Nelli H.

© Nelli H.

Vor mir liegend, blutrotes Pergament.
Deine Schrift wohnt darin, hat sich fein säuberlich darauf niedergelassen.
Ich möchte meinen Blick abwenden, möchte die Botschaft nicht lesen. Meine Augen nach rechts lenkend, um die kahle Wand zu betrachten, festigt der Blick sich nicht. Möchte weiterwandern, so lange, bis das Rot sich in den Pupillen spiegelt.
So dunkelrot, wandern die Worte meine Arme hinauf, hinterlassen blutrote Spuren, hinauf, nisten sich in meinen Gedanken ein.
Die Hände, sie haben sich verselbstständigt, haben stoisch nach dem Pergament gegriffen und halten es fest, so fest, dass meine Fingerkuppen ganz weiß werden.
Das Pergament ist schwer, es brennt wie Feuer in meinen Händen.
Jedes Wort lässt einen Fluss von Erinnerungen aus meinen Augen weichen. Doch niemals, niemals mehr wollte ich in jenen schwimmen.

© Nelli H.

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Poesie

| Wortperlen. |

Deine Worte,
sie plätschern.
Ich höre,
wie jedes Wort von dir
wie ein Wassertropfen
auf mich niederfällt.
Bei jedem Wort
ein Plätschern.
Sekündliches Getropfe
auf meine eiskalte Haut.
Ich spüre nichts,
selbst nach Stunden
deines andauernden Wasserfalls,
ist meine Kleidung nicht durchnässt.
Sie perlen,
perlen ab.
Fallen.
Brechen am Boden entzwei.
Existieren für mich nicht.
Versinken in der Erde,
werden bröckelig.
Vor einiger Zeit wäre ich darin
ertrunken,
elendig untergegangen.
Doch nun perlen sie ab
und verschwinden.
Du wirst immer heller,
irgendwann wirst du
unsichtbar
für mich sein.

© Nelli H. H.

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