Poesie

Hallo ihr Lieben!

Anbei findet Ihr einen neuen Text von mir.
Hoffe, er inspiriert Euch dazu, jeden Moment noch intensiver wahrzunehmen.

Fühlt Eure Emotionen und lasst raus, was Euch beschäftigt.

Ihr seid großartig!
Vielen, lieben Dank an jeden von Euch, der sich die Zeit nimmt, auf meinem Blog zu stöbern!

Liebe Grüße,
Eure Nelli

PS: Falls Ihr auf Instagram unterwegs, schaut gerne vorbei, wenn Ihr mögt: poetess_
oder auch auf Facebook: Fortlaufend

Habt ein wunderbares Wochenende!

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Poesie

Alles ist jetzt.

Wir haben nicht das Für-Immer,
du denkst, es ginge nicht schlimmer?

Lass mich dir sagen,
du kannst es ruhig wagen.
Du darfst leben, voll und ganz,
jeden Moment auskosten und achtsam wahrnehmen.
Jedes Gespräch, jede nette Geste,
jede kleine Mimik deiner Lieblingsmenschen,
Staubkörner,
die herumwirbeln und mit der Sonne tanzen.

Denn weißt du, was viel schlimmer wäre?
Würdest du all diese Momente an dir vorbeiziehen lassen,
weil du dich verkriechst,
aus Angst vor dem Leben.
Aus Angst vor dem, was passieren könnte,
anstatt dich dem zu Öffnen, was tatsächlich passiert.

Jetzt.
Genau.
Jetzt.

© Nelli Halter

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Poesie

Die Farben deiner Seele.

Das Geräusch deines Atems erfüllt den Raum, schwerfällig ignoriere ich diese Musik des Lebens, die mich von meinen Gedanken ablenkt, von dem, was ich gerade noch tun wollte und partout vergaß, als ich den Fokus auf diese Geräuschkulisse lenkte.
„Das Leben ist ein Minenfeld“, sagtest du einst zu mir, mit einem Schulterzucken tat ich diese Aussage ab, denn was genau soll das sein: ein Minenfeld des Lebens. Diese Vorstellung ist düster, negativ, tödlich. Irgendwann verstand ich allerdings, dass genau das das Leben für dich war, ein düsterer und gefährlicher Ort, jeder Schritt, jede Tat, jeder Gedanke lähmt dich, bereitete dir Angst, du könntest dein Leben durch eine Mine verlieren. Diese Angst war es, die dich dein ganzes Leben nicht leben ließ.
Deine aktive, fröhliche, neugierige, lebensgierige Seele tötetest du selbst. Genauer gesagt, warst du es nicht selbst, zumindest nicht bewusst, doch hast du alles aufgesaugt, für bare Münze genommen, alles, was dir jemals widerfahren ist, alles, was dir jemals Negatives gesagt wurde. Du hast es aufgesaugt, verinnerlicht, solange, bis kein Platz mehr für Positives war.
In deinem lebendigen Körper, der herausgefordert werden wollte, steckte also eine Seele, die sich selbst aufgegeben hatte, in ihrer Komfortzone verweilte, jahrelang.
Doch dann kam der Augenblick, an dem du dich wieder selbst gesehen hast, dich in deiner ganzen, wahren Größe wahrgenommen hast. Du streicheltest deine Seele täglich und badetest in den schönsten Farben des Lebens, bis du selbst fähig warst, sie wiederzugeben.

© Nelli H.

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Poesie

Light//Love//Strength

Vibrationen des Herzens
lassen verblassen was war.
Was dein Verstand einst gebar,
was geschah.
Erloschen ist alles,
was dir nicht nützt,
dich nicht stützt,
dir keinen Dienst erweist.
Das Negative folgt dem Fluss des Lebens,
aber nicht mehr deinem.
Versteinert ist das Nicht-Lichtbringende,
verschlossen hinter gefluteten Fenstern.
Fenster deiner Seele,
du kannst hinausschauen,
offenen Seins,
du bist eins.
Mit der Energie der Welt,
die den Takt deiner hat.
Verbunden mit der Natur
schöpfst du Kraft
und bist stark verwurzelt,
jeder Gedanke, der purzelt,
ist voller Glanz, voller Reinheit, voller Licht,
vollkommen sein,
wie geht das nur?
Fragst du dich,
wohl wissend,
dass du es bist.
Dein Licht strömt hinaus
und flutet Wiesen,
die Liebe blüht
in dir
und um dich herum.
Jeden Tag kommen Knospen hinzu.

© Nelli H.

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Poesie

Lebe!

Das Gefühl vermissend, verharre ich im Moment. Die Uhr neben mir tickt penetrant, bringt mein Zwerchfell zum Beben, denn ich höre das Leben an mir vorbeiziehen. So vieles, was ich tun möchte und doch nicht tue, da die Komfortzone so kuschelig weich ist. Sie ist sicher. Doch was ist schon Sicherheit im Vergleich zu einem Adrenalinschub, der die Seele wachrüttelt, dieser kurze Moment von Angst, etwas könnte schiefgehen, doch es geht nichts schief, denn das einzige, was du währenddessen tust, ist leben. Deine Seele möchte hinaus, auf den Spielplatz des Lebens, also lass‘ sie spielen, frei sein, lass dich selbst leben.

© Nelli H.

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Lebengeflecht.

Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe“, sagtest du, dein sonnengeflutetes Gesicht zu mir drehend. Dieser Satz hallte noch lange in mir nach, setzte Energien frei, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass sie vorhanden sind. Und wieso das so war? Endlich wieder glaubte ich an das Leben, an die Welt und die Menschen, aber vor allem an mich selbst, denn ich fühlte mich wieder selbst, alles, was ich bin, was mich ausmacht. Seit ich wusste, dass dieser Satz ausreicht – sofern er wahrhaftig so gemeint ist – drehe ich  jeden Abend, kurz vor dem Schlafen gehen, mein Gesicht zu mir selbst, schaue mir selbst in diese wunderschönen Augen, die voller Lebensfunken sind, und sage mir, dass ich mich liebe. Lange Zeit sagte ich diesen Satz, ohne das Wissen, wieso diese Liebe zu mir eigentlich existiert. Wofür liebe ich mich eigentlich? Um es kurz zu fassen, liebe ich das Wesen, das ich bin, diese Seele, voller Ecken und Kanten, Frohsinn und Trübsinn, Albernheit und Ernsthaftigkeit, diese Aura, die mich umgibt. Diese Aura, die jedem Menschen vermitteln soll: ich nehme dich, wie du bist, egal mit welchen Monstern du gerade haderst, welche Mauern du überqueren und welchen Abgründen du dich gegenübersiehst.

Die Liebe, die du in dir trägst, wird niemals weniger, auch nicht, wenn du einen Batzen davon an andere Menschen weitergibst, ihnen eine Stütze, ein Freund bist. Im Gegenteil, sie wird sich vermehren, ins Unendliche, denn so wirst du Teil in anderen Leben und andere Leben ein Teil von dir. Alles ist miteinander verbunden, miteinander verwoben, ein wunderschön schimmerndes Geflecht aus Begegnungen, Erfahrungen, Momenten und Worten.

© Nelli H.

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Poesie

Niemals wieder.

Das sanfte Entschwinden in eine leisere, friedlichere Welt empfand ich schon immer als wohligen Genuss. Das Vergessen von Schmerz, Verlust und allem was war. Das Wissen, dass man sein kann, wer immer man möchte. Dass man jeden an seiner Seite haben kann, den man sich nur wünscht. Dass Regen und Sonnenschein sich in einem taktvollem, elegantem Tanze abwechseln.
Die Gewissheit, dass man für einige Stunden vergessen kann, was einen quält. Manchmal, da bedeutet träumen, leben zu können. Denn manchmal ist nichts wichtiger als zu pausieren.
Es gab eine Zeit, da hielt mich nichts lebendiger als diese Taktik. Schlafen, aufstehen, träumen, schlafend träumen. Doch eines Tages war verschwunden, was mein Leben so verrotten ließ.
Da verstand ich es, all das, was man sich wünscht, existiert nicht nur in unseren Köpfen. Wenn man aufhört sich selbst zu bemitleiden, sein Herz in die Hand nimmt und es der Welt präsentiert, ist nichts unmöglich. All das, was du erlebt hast, was du gefühlt hast, was du vielleicht noch immer nicht verstanden hast, all das hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist und das ist gut so. Du bist nicht weniger wert als sonst irgendjemand und kannst alles erreichen, was du willst.
Manchmal da gehe ich meinen bisher gegangen Weg rückwärts, um zu sehen, wie weit unten wir mal waren, wie klein wir uns fühlten, wie sehr wir dich hassten. In diesen Momenten verstehe ich, dass nicht du die Macht haben sollst, unser Leben zu bestimmen, sondern, dass wir das Mosaik neu zusammensetzen können. Zu einem Kunstwerk voller Leben, voller Vielfältigkeit, voller Liebe. Und niemals wieder wird es einen Zeitpunkt in unserem Leben geben, an dem du dieses Bild zerstören kannst.

© Nelli H. 

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Fotografie, Zitate

Life.

© Nelli H.

© Nelli H.

 

“So, I guess we are who we are for alot of reasons. And maybe we’ll never know most of them. But even if we don’t have the power to choose where we come from, we can still choose where we go from there. We can still do things. And we can try to feel okay about them.”
― Stephen Chbosky (The Perks of Being a Wallflower)

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