Poesie

Dämonen vergangener Zeiten,
suchen dich,
suchen dich heim.
Ertränken dich,
lassen Schleier zurück.
Jeden Tag gehst du ein Stück näher zum Licht.
Doch traust du dich nicht.
Fürchtest Verbrennungen deiner Seele.
Die tiefer reichen, als du dir vorstellen kannst.
Doch musst du dir klar machen,
dass du dich heilen kannst.
Jeden Tag kannst du dich für dein Glück,
für Zuversicht, für Optimismus entscheiden.
Du kannst stark sein.
Du hast es bis hierhin geschafft.
Bis hierhin.
Jedes Mal aufs Neue hast du gekämpft,
wieso solltest du jetzt damit aufhören?

© Nelli H. 

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Poesie

fall

ich sah dich
sah dich fallen
es war unaufhaltsam
nichts konnte sich dem entgegenstellen
zu sehr wolltest du es
denn du wolltest nicht kämpfen
dich nicht stellen
wolltest lieber deinen frieden
zumindest mit dir selbst
ich sehe ihn
den frieden
in deinen geweiteten pupillen
du scheinst es tatsächlich zu glauben
zu gerne würde ich dir das bild
das sich in meinen augen widerspiegelt
zeigen
es würde dir
die wahre wahrheit offenbaren
ungeschönt
unschön
doch du willst nicht
gibst dich der verzweiflung hin
noch immer sehe ich dich fallen
unaufhörlich nimmt es meine gedanken ein
denn jedes mal
wenn du fällst
falle auch ich

© Nelli H.

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Poesie

An dem Felsen deiner zarten Haut.

Wellen preschen an Felsen,
bleiben kleben, verändern sich nicht.
Werden starr‘.
Ängstlicher Atem durchzieht die Nacht.
Grad‘ noch gedacht, es sei fröhlicher Schein.
Konnte es nicht anders mehr sein.

Der Felsen, er fiel.
Zerschellte.
Einzelne Staubkörner fliegen.
Umher.
Ganz einsam.
Zu klein.
Ganz einsam.

Einmal zerbrochen.
Niemals vergessen.
Deine Geschichte.
Deine Poren.
Deine morgendliche Röte.
Dein Fingerwippen.
Dein herzliches Lachen.
Niemals vergessen.

Die Nacht zieht ihre Kreise,
schließt mich aus.
Schert mich fort.
Von Ort zu Ort schleppe ich
meine müden Glieder.
Zerbrochen an dem Felsen,
deiner zarten Haut.

© Nelli H.

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