Poesie

Symbiose.

Deine Worte reichen bis tief in meine Haut,
verschmelzen mit meinen Nervenbahnen.
Eine Symbiose, die stark schwingend
meine Seele umhüllt.
Wohlige Wärme lässt meinen Körper erzittern.
Selten lernt man etwas im Anderen kennen,
das einen selbst so nachhaltig inspiriert.
Selten trifft man Teile des eigenen Selbst im Anderen.
Das erste Mal sehe ich mich,
                                                       in Dir.
                           

© Nelli H.

Werbeanzeigen
Standard
Alltagsgedanken

Sonntagsgedanken.

 

Wirfst du einen Blick zurück und betrachtest alles, was du bisher erlebt hast, oder eben das, woran du dich erinnerst, stellst du fest, dass du so vieles erreicht hast. Trotz Stolpersteinen, die überall herumliegen, kamst du zwar ins Straucheln und bist auch manchmal gefallen, doch bist du immer wieder aufgestanden. Lass‘ diesen Moment einmal auf dich wirken, sei dankbar und stolz auf dich selbst. Darauf, dass du Großes erreicht hast und noch Größeres erreichen kannst, du weißt es genau. Du weißt es! Also, wieso gibst du dich damit zufrieden was jetzt ist? Lauf los, bedachten Schrittes, einen Fuß vor den anderen setzend. Tu es! Jeder weitere Tag, der verstreicht, kommt nicht mehr zurück, also lebe jeden Moment voll aus, genieße ihn, denn jeder Moment ist einzigartig. Öffne dein Herz und du wirst Schönheit und Vollkommenheit in allem entdecken, denn alles ist nur eine Frage der Sichtweise. Dein bisheriges Leben war zu manchen Zeiten ein gnadenloser Lehrer, manchmal dachtest du, dass du den nächsten Tag nicht erleben möchtest, doch du hast es getan, du hast weitergemacht, sieh‘ nur, was du alles in dieser Zeit gelernt hast, wieviel stärker du aus ihr hervorgegangen und wie empathisch und mitfühlend du dadurch geworden bist. Du trägst dein Herz am rechten Fleck, das ist dein Geschenk für die Welt, säe diesen Samen und Liebe wird blühen.

© Nelli H.

Standard
Poesie

Gedankenapokalypse.

Winterapokalypse meiner Gedanken.
Lässt erstarren, was nicht gut ist.
Alle negativen Gedanken gehen auf die Barrikaden,
möchten erhört werden,
doch der Winter dieses Jahr ist sehr kalt.
Friert sie ein, und lässt sie glänzen, so schön,
kleine Schneeflocken zieren sie,
wie ein sanftes, weißes Kleid
sind sie eingemummelt,
weich und kalt gebettet. 
Liebevoll betrachte ich sie,
wie schön sie sind.
Geboren durch mich,
hinausgetragen durch mich.
In meine Welt.
Doch als diese stockte, ganz still stand.
Ich nur noch meinen Atem spürte,
und diese endlose Liebe in meinem Herzen.
Spürte ich, dass es Zeit ist, dem ein Ende zu bereiten.
So frierte ich sie ein, ließ sie nicht zu Wort kommen.
Unterbrach sie schon bei der ersten Silbe.
Ganz langsam erstarrten sie, bis sie brachen.
Winterapokalypse meiner Gedanken,
verspricht neues Leben.
Leuchtend hell.
© Nelli H. 

Standard
Alltagsgedanken, Poesie

Fremdgesteuert.

Es vibriert, es klingelt – bei manchen lauter, bei manchen ganz dezent und doch störend. Jede Aktivität wird begleitet von diesem Takt, diesem Nachrichtentakt. Ja, nicht nur begleitet, jede Aktivität wird gerne auch dafür unterbrochen, egal in welchem Flow man gerade war. Jeder ist süchtig, giert nach diesem Geräusch und auch wenn es mal nicht ertönt, nimmt man es trotzdem in die Hand und schaut Mal eben nach, es könnte ja sein, dass man es nur nicht gehört hat. Um keinen Preis möchte man etwas verpassen, als würde die Nachricht weglaufen, wenn man sie nicht sofort zur Kenntnis nimmt, am besten auch direkt antworten, sich bloß keine Zeit nehmen, um überhaupt erst mal darüber nachgedacht zu haben. Jeder starrt nur noch auf diesen Bildschirm, anstatt in Gesichter.

© Nelli H.

Standard
Poesie

Verblasste Erinnerung.

Deine Worte vermischten sich mit den meinen.
Und ergaben aneinander vorbeifließende Konversationen.
Konversationen, die Vorstellungen hervorbrachten –
ein wunderschönes Gemälde.
Aus bunten Farben und wärmenden Tönen.
Die mich einlullten.
Doch dann merkte ich,
dass dieses Gemälde
eine hässliche Fratze verbarg,
die langsam sichtbarer wurde.
Ein schwarz-weiß Bild
von melancholischer Schönheit,
das mich erzittern ließ.
Von nun an bist du nur noch eine leere Erinnerung,
die mich daran erinnert,
wie es nicht sein soll.

© Nelli H.

Standard
Poesie

Träume existieren nur, wenn du sie auch lebst.

Sich entlangschlängelnde Träume,
ganz dicht an deiner Haut
und doch nicht eins.
Nicht einsickernd,
streifen sie dich nur.
Kitzeln deine Härchen ganz sanft.
Du kannst sie spüren,
überdenkst sie, zerrupfst sie.
Liebst sie.
Willst sie.
Und doch.
Kriegst du sie nicht zu fassen,
nicht zu greifen.
Weil du dir selbst ein schlechter Spiegel bist.

© Nelli H. 

Standard
Poesie

///

Mein Verstand brüllt mich an.
Versucht mir klarzumachen, dass ich keiner Illusion folgen soll.
In mir dieser Groll,
richtet sich auf, wie eine wild gewordene Bestie,
die ich schon selbst fürchte.
Angst, die sich aufschäumt, wie starke Wellen,
die mir die Luft nehmen,
Gedanken, die mich ertränken,
und doch, jedes Mal, wenn ich wieder auftauche,
flüstert mein Herz ganze sanft und leise:
„Gib‘ nicht auf.“

– Herz gegen Verstand –

Meine Hoffnung sich hangelnd, von einem deiner Worte zum nächsten,
setzt mein Verstand aus.
Gibt auf.
Herz gegen Verstand.
Herz gewinnt und bricht
mit jeder unerfüllten Hoffnung erneut.
Das ist die einzige Konstante, die bleibt.

Denn Einseitigkeit führt zu Nichts.
So schwer es auch für dich sein mag, so schwer ist es auch für mich.
Doch diese andere Seite siehst du nicht.

© Nelli H.

Standard